06 - Energie

Dierk Schaefer @ flickr.com

Atomkraftwerk mit den charakteristischen Kühltürmen

Das Stromsystem in unserem Land ist relativ einfach zu erklären:

Ein Stromerzeuger - egal ob Öko, Kohle oder Atom - speist seinen Strom in das öffentliche Netz ein. Daraus erhält der Verbraucher seinen Hausstrom. Er erhält in jedem Fall einen Mix aus unterschiedlichen Ernergien. Durch die Wahl eines Öko-Strom-Anbieters oder Öko-Strom-Tarifs setzen Sie lediglich das Zeichen, dass Sie nur saubere Energien wünschen. Die Anbieter können die daraus resultierenden Einnahmen in den weiteren Ausbau des Systems stecken. Bei Öko-Stromerzeugern in bspw. Windparks, Wasserkraftwerke, Solarfelder usw. Dabei fliessen die Einnahmen von reinen Öko-Stromanbietern auch wieder in Ökostrom-Projekte zurück. Anders ist das bei den Stromerzeugern, die lediglich einen Öko-Strom-Tarif zu ihren übrigen Tarifen anbieten. Schliessen Sie einen Öko-Strom-Tarif bei einem dieser Anbieter ab, kommen die Einnahmen im Normalfall dem gesamten Konzern zugute, d.h. auch neuen Atom- und Kohlekraftwerken. Diese sollen von Anbieter-Seite natürlich möglichst lange am Stromnetz gehalten werden, da sie sich innerhalb kürzester Zeit amortisiert haben und dann satte Gewinne in die Kassen spülen. Dass sie zu jeder Zeit wegen der Strahlung ein Risiko für Menschen und die Umwelt darstellen und die Entsorgung der verstrahlten Abfälle ebenfalls eine extreme Belastung für die Umwelt bedeuten, kann man nur auf eine rasche Abschaltung hoffen.

Die häufigsten Lügen der Atom-Industrie zur Sicherheit und Sauberkeit von Kernkraftwerken hat die Organisation "Atomausstieg selber machen" hier widerlegt >>>

Wenn Sie Ihren Stromanbieter wechseln achten Sie genau auf den tatsächlichen Anbieter. Bei den großen Konzernen handelt es sich nämlich meist um "Schummelstrom". Durch den Handel von Umweltzertifikaten wird nämlich häufig Atomstrom zu Öko-Strom umdeklariert. Wie das genau funktioniert und wer die schwarzen Schafe sind finden Sie hier >>>

Wasserkraftwerk an der Isar in München

Grundsätzlich ist jede Form von Ökostrom sinnvoll. Egal, ob es sich dabei um einen Anbieter handelt, der ausschliesslich regenerative Energien anbietet oder ob es sich um Zusatzangebote der klassischen Stromversorger handelt. Wie puristisch man da selber sein möchte ist jedem selber überlassen. Bei vielen Öko-Strom-Produkten lässt sich auch auf den ersten Blick nicht erkennen, ob dadurch bspw. die Kohle- oder Atomstromerzeugung eines dahinter versteckten Mutterkonzerns mitfinanziert wird. Möchte man sicher sein, dass dies nicht geschieht, muss man seinen Strom von einem der u.g. Anbieter beziehen. Vergessen sollte man auch nicht den neusten Rinderwahnsinn der Kohlekraftwerksbetreiber. CO2-Endlagerung ist das Zauberwort. Ähnlich wie beim Atommüll soll CO2 für tausende von jahren vermeintlich sicher unter der Erde gelagert werden. Vorher wird es technisch beim Verbrennen von Kohle im Kraftwerk abgespalten und unter die Erde, bspw. in leere Stollen gepumpt. Das System ist weder ausgereift noch technisch kontrollierbar. Wo solche Endlager entstehen ist eine andere Nutzung wie Erdwärme-Anlagen etc. für immer ausgeschlossen. Auch bei Undichtigkeiten der Lagerstätten sind hohe Gefahren für Menschen und Umwelt vorprogrammiert. Es handelt sich bei diesem System eindeutig um die krampfhaften Versuche der Stromriesen ihre Dreckschleudern länger am Netz zu halten und zeitgleich weniger Schadstoffe auszustossen.

Reine Öko-Strom-Anbieter

Weitere Öko-Strom-Anbieter

NaturWatt-Strom www.naturwatt.de
GrünHausEnergie www.gruenhausenergie.de

Eine komplette Marktübersicht über die derzeit bundesweit und regional verfügbaren Anbieter finden Sie hier >>>

Umweltschutz strömt nun hoffentlich aus Ihrer Steckdose. Zeit sich mit etwas anderem zu beschäftigen.

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